Category: Beiträge

Prof. Dr. Ursel Heudorf zur Stellungnahme des Instituts für Virologie der Charité im Anhörungsverfahren des Bundesverfassungsgerichts zur „Bundesnotbremse“

Trotz Kritik trat vor nunmehr einem Jahr, am 23. April 2021, das Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite, die sogenannte Bundesnotbremse, in Kraft, in der unter anderem bundesweit Präsenzunterricht in Gemeinden mit einer 7-Tagesinzidenz über 165/100.000 untersagt wurde. In zwei als Musterverfahren ausgewählten Beschwerden hiergegen, kam das Bundesverfassungsgericht zu dem Ergebnis, dass diese Regelung zulässig sei. Dabei spielte die fachliche Stellungnahme von Prof. Dr. Christian Drosten eine besondere Rolle. [...]

DLF: Chefarzt Thomas Voshaar über die Chance das Virus jetzt laufen zu lassen

"Aber ja, es ist richtig, wir müssen eigentlich jetzt darauf hoffen, dass 100% der deutschen Bevölkerung sich jetzt mit Omicron infizieren. Das ist der richtige Weg. Und dann werden noch weitere Infektionen im Frühjahr und im nächsten Sommer kommen. Dies ist der natürliche Weg." Dr. Thomas Voshaar Chefarzt der Klinik für Lungen- und Bronchialheilkunde, Lungen- und Thoraxzentrum Nordrhein im Deutschlandfunk-Interview

Dr. med. Jakob Armann zu Covid-19, PIMS, und PostCovid (LongCovid) bei Kindern

Dr. med. Jakob Arman, Pädiater, Infektionsmediziner, Intensivmediziner an der Uniklinik der technischen Universität Dresden, von wo aus er die drei großen Register der Deutsche Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie betreut, einerseits zur akuten Covid-19 Erkrankung (Covid-19 Survey), außerdem das PIMS Survey und das PostCovid-19 Survey. Daneben hat er zusammen mit Prof. Berner eine Reihe von ganz spannenden epidemiologischen Untersuchungen gestartet, z.B. die School-Covid-19 Studie, die versucht bevölkerungsbasiert, die Bedeutung von langfristigen Symptomen nach Infektion von Covid-19 zu vergleichen bei Kindern und Jugendlichen, die nachgewiesen Kontakt mit dem Virus hatten im Vergleich zu Kindern und Jugendlichen, die bisher keinen Kontakt zu Covid-19 hatten.

Stellungnahme der Fachgesellschaft der pädiatrischen Infektiologie und der DGKH

Die medizinischen Fachgesellschaften dgpi und DGKH sprechen sich mit ihrer aktuellen Stellungnahme für eine sofortige Rückkehr zu einem uneingeschänkten Schulunterricht (ohne Masken, ohne anlasslose Test) aus. In Gemeinschaftseinrichtungen (Kitas und Schulen) sind Maßnahmen einer guten Basishygiene sinnvoll und ausreichend. Einschränkungen können sich in Abhängigkeit von innerschulischen Häufungen oder einem größeren Ausbruch ergeben.

Impfempfehlungen für Kinder und Jugendliche in andereren Ländern

Deutschland empfiehlt, dass nur 12- bis 17-Jährige mit Vorerkrankungen geimpft werden sollten. England hat eine Entscheidung über die Impfung von Jugendlichen auf später in diesem Monat verschoben. Norwegen, Irland, Finnland, Belgien, Portugal, Griechenland und Island haben die Impfung für Kinder entweder nicht genehmigt oder nur für Jugendliche mit hohem Risiko empfohlen. Die Entscheidungen einiger dieser Länder beruhen zum Teil auf dem Angebot und der Logistik, aber viele haben das Kosten-Nutzen-Verhältnis eines geringen Covid-19-Risikos und die potenziellen Risiken des Impfstoffs für Heranwachsende berücksichtigt.

Gesundheitsfolgenabschätzung: Was die Corona-Maßnahmen langfristig für Kinder und Jugendliche bedeuten

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie kosten in jedem Fall gesunde Lebensjahre. Deshalb sind regelmäßige Gesundheitsfolgenabschätzungen essenziell. Nur so können die wesentlichen Wirkungsketten in Bezug auf die gesunde Lebenserwartung und gesundheitliche Ungleichheit dargestellt und quantifiziert werden. Das ist die Grundlage, um die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu minimieren.