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Stellungnahme der Fachgesellschaft der pädiatrischen Infektiologie und der DGKH

Die medizinischen Fachgesellschaften dgpi und DGKH sprechen sich mit ihrer aktuellen Stellungnahme für eine sofortige Rückkehr zu einem uneingeschänkten Schulunterricht (ohne Masken, ohne anlasslose Test) aus. In Gemeinschaftseinrichtungen (Kitas und Schulen) sind Maßnahmen einer guten Basishygiene sinnvoll und ausreichend. Einschränkungen können sich in Abhängigkeit von innerschulischen Häufungen oder einem größeren Ausbruch ergeben.

Impfempfehlungen für Kinder und Jugendliche in andereren Ländern

Deutschland empfiehlt, dass nur 12- bis 17-Jährige mit Vorerkrankungen geimpft werden sollten. England hat eine Entscheidung über die Impfung von Jugendlichen auf später in diesem Monat verschoben. Norwegen, Irland, Finnland, Belgien, Portugal, Griechenland und Island haben die Impfung für Kinder entweder nicht genehmigt oder nur für Jugendliche mit hohem Risiko empfohlen. Die Entscheidungen einiger dieser Länder beruhen zum Teil auf dem Angebot und der Logistik, aber viele haben das Kosten-Nutzen-Verhältnis eines geringen Covid-19-Risikos und die potenziellen Risiken des Impfstoffs für Heranwachsende berücksichtigt.

Gesundheitsfolgenabschätzung: Was die Corona-Maßnahmen langfristig für Kinder und Jugendliche bedeuten

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie kosten in jedem Fall gesunde Lebensjahre. Deshalb sind regelmäßige Gesundheitsfolgenabschätzungen essenziell. Nur so können die wesentlichen Wirkungsketten in Bezug auf die gesunde Lebenserwartung und gesundheitliche Ungleichheit dargestellt und quantifiziert werden. Das ist die Grundlage, um die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu minimieren.

Stellungnahme: Gesundheitsamt Frankfurt zu Schulen und Kitas

"Vor diesem Hintergrund, der zunehmenden Impfrate der vulnerablen Gruppen und nicht zuletzt angesichts der erheblichen Effekte des Lockdown auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder [15, 16] sollte aus unserer Sicht im Herbst 2021 ein normaler Betrieb der Kindergemeinschaftseinrichtungen stattfinden – mit guter Hygiene (Husten- und Niesetikette, Händehygiene) ohne Test- und Maskenpflicht." Auszug aus einem Artikel im Hessischen Ärzteblatt, Ausgabe 7/2021

Brauchen Kinder Schule? Ja! Und zwar nicht nur zum Lernen!

Wenn im Zusammenhang mit den Corona-Beschränkungen von Kindern und Jugendlichen die Rede war, standen bisher vor allem die Belastungen der arbeitenden Eltern durch das Betreuungsdefizit und die drohende Bildungsungerechtigkeit im Fokus. Selten wurde über die natürlichen Bedürfnisse für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen diskutiert. Die aktuellen Beschränkungen treffen Kinder und Jugendliche in besonderem Maße, da sie aufgrund ihrer noch nicht ausgereiften Entwicklung besonders vulnerabel sind.