Die Initiative

[Update unserer Forderungen wegen des fortlaufend neuen Kenntnisstands]

Am 13.09.2021 hat die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie und die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene eine Stellungnahme herausgegeben, wonach jenseits von Basishygiene (z.B. Husten- und Niesetikette, Händewaschen, Lüften, gute Sanitärhygiene) keine anlasslosen vorsorglichen Maßnahmen an Schulen mehr gerechtfertigt sind. Als parteiunabhängige Elterninitiative schließen wir uns dieser Stellungnahme vollumfänglich an.

Wir fordern auf Grundlage der wissenschaftlichen Studienlage, die die Fachgesellschaften vorgestellt haben, nunmehr

  1. Der Zugang von Kindern und Jugendlichen zur Teilhabe an Bildung, Kultur und anderen Aktivitäten des sozialen Lebens darf nicht vom Vorliegen einer Impfung abhängig gemacht werden.
     
  2. Die Aufhebung der Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler, für Lehrerinnen und Lehrer. Sollte an weiterführenden Schulen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf den Wegstrecken in Gebäuden (Flure, Treppenhäuser etc.) zur Prävention einer SARS-CoV-2 Übertragung in Ausbruchs-Situationen und bei hoher Infektionsaktivität angemessen sein, muss dies unabhängig vom Impfstatus der Kinder und Jugendlichen über 12 Jahre für alle gelten, um nicht geimpfte Jugendliche nicht zu diskriminieren.
     
  3. Die Aufhebung der anlasslosen Testpflicht an Schulen.
     
  4. Die Grundrechte der Kinder dürfen nicht pauschal, sondern allenfalls in Bewertung des Einzelfalls durch das zuständige Gesundheitsamt im pflichtgemäßen Ermessen gemäß IfSG eingeschränkt werden.

Stellungnahme der dgpi und der DGKH

[Update unserer Forderungen wegen des fortlaufend neuen Kenntnisstands]

Wir fordern ein politisch klares Statement für Präsenzunterricht für die chancengleiche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, für die Stabilität der Familien, und letztlich für die Zukunft der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung.

Aufgrund der inzwischen gewonnenen Datenbasis bezüglich der außerordentlich niedrigen Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch einen Covid-19 positiv Befund ist nun wieder zu einem ganzheitlichen Gesundheitsansatz für Schulen zurückzukehren.

Das bedeutet: Kinder und Jugendliche dürfen in ihrem Recht auf Bildung, Beteiligung und ganzheitlicher gesunder Entwicklung so wenig wie möglich beschnitten werden. Einschränkungen für Kinder müssen verhältnismäßig bleiben und Ihnen muss ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis (psychosozial und medizinisch) zugrunde legen. Die inzwischen bekannten Folgen aufgrund der vielfältigen Einschränkungen an Schulen müssen klar benannt werden.

Da inzwischen ein Impfangebot für alle erwachsenen Menschen in Deutschland gegeben ist (07/2021) und Kinder und Jugendliche nachweislich so gut wie nie schwer an Corona erkranken oder gar sterben, liegen andere Entscheidungsgrundlagen vor als 2020. Spätestens jetzt ist klar, dass Schulschließungen oder ein eingeschränkter Schulbetrieb keine adäquate Reaktion ist und keine Evidenzbasis hat. Die Entscheidungsträger sind aufgefordert, diese gewonnenen Erkenntnisse als Grundlage zu nehmen und offensiv die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu vertreten.

Das bedeutet:

  1. Druck auf Eltern, Kinder und Jugendliche bzgl. einer Impfung ist nicht angemessen. Kindern und Jugendlichen sollten unabhängig von einer Impfung alle gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten zurückgegeben werden.

  2. Die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler im Schulalltag ist hinsichtlich der geringen Gefährdung der Kinder und Jugendlichen durch Covid-19 und der Belastung durch die Masken medizinisch neu zu bewerten. Die Hinweise für die Gefährdung von Kindern durch FFP2-Masken der DGKH müssen ernst genommen werden.

  3. Der Schulbesuch darf nicht an eine Testung gekoppelt werden.

  4. Die strengen Quarantäneregeln sollten insbesondere für asymptomatisch und negativ getestete Kinder überprüft werden (Vgl. Dänemark max. 6 Tage für neg. Getestete).

  5. Für eine gute Lernatmosphäre erinnern beispielsweise CO2- Ampeln an regelmäßiges Lüften für frischen Sauerstoff. Räume, mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit, sollten mit Luftfiltern ausgestattet werden. (Vgl. Empfehlung des Umweltbundesamts)

Wir fordern evidenzbasiertes Handeln und inzidenzunabhängige Regelbeschulung aller Kinder!

Wir möchten ausdrücklich klarstellen, dass wir Konzepte für Präsenzunterricht fordern, die einer angespannten Infektionslage Rechnung tragen. Das bedeutet: Konzepte, bei denen Kinder und Lehrkräfte verantwortungsvoll vor Infektionen geschützt werden. Die Entscheidungsträger sind aufgefordert, solche Konzepte bereit zu stellen und diese ausreichend zu finanzieren bzw. personell auszustatten.

Bereits im Mai/Juni 2020 haben wir uns stark gemacht für die Bedeutung von Präsenzunterricht und uns mit dem Rückhalt von über 6500 Unterzeichner*innen an die politischen Entscheidungsträger gewandt. Wir hatten gehofft, nicht noch einmal für unser Anliegen eine breite Öffentlichkeit gewinnen zu müssen, aber wir sehen die politische Entwicklung kritisch und möchten weiter ein Sprachrohr für Interessierte sein.

Die Initiatorinnen:

Dr. Britta Bultmann, Juristin, Essen
Dr. Tanja Duning, Medizinerin, Münster
Astrid Kafsack,
Bildungsreferentin und Mediatorin, Bonn
Katja Müller, Sozialpädagogin, Telgte
Margrit Schnackenberg, Informatikerin, Münster
Dr. Cristina Tinkl, Juristin, Telgte

 

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Dr. Cristina Tinkl
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Margrit Schnackenberg
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