Tag: psychische Auswirkungen

Offener Brief von Initiative Familie e.V. mit Unterstützung namhafter Virologen und Kinder- und Jugendmediziner

Zum Schutz Erwachsener hat Deutschland im vergangenen Jahr Kindern und Jugendlichen die längsten Einschränkungen des Schul- und KiTa-Betriebs in Europa auferlegt. Die daraus resultierenden gravierenden Schäden für ihre Bildungs- und Entwicklungschancen sowie ihre psychische und physische Gesundheit sind umfassend dokumentiert und unbestritten. Weitere Einschränkungen kämen nur dann in Frage, wenn durch geregelten Schulbetrieb eine substanzielle Gefahr für Kinder und Jugendliche selbst bestünde. Dafür gibt es derzeit keinerlei Hinweise. Nach wie vor gilt: Gefahren in KiTas und Schulen sind gering. Eindämmungs- und Schutzmaßnahmen müssen auf die Risikogruppen fokussieren, nicht auf Kinder und Jugendliche.

Unterschriftenaktion: Kein 2G für Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg ab 01​.​02​.​2022!

In der Pressemitteilung des Sozialministeriums BW vom 05.12.2021, wird verkündet, dass „noch bis zum 31. Januar 2022 alle noch nicht vollständig immunisierten Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren die Möglichkeit (haben), über tagesaktuelle Antigen-Schnelltests Zutritt zu allen 2G-Einrichtungen zu erhalten. Die Landesregierung geht davon aus, dass auch alle Jugendlichen ab 12 Jahren bis zum Ablauf dieser nun nochmals verlängerten Frist die Möglichkeit hatten, sich impfen zu lassen."

AGJ-Zwischenruf: Minderjährige außen vor lassen!? Kein 2G für diese Altersgruppe!

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ fordert von den politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern, bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie alle Minderjährigen von den 2G-Zugangsregelungen auszunehmen. Verordnungen, die 2G ab 15 oder 16 Jahren, und Überlegungen, die sogar 2G ab 12 Jahren in Betracht ziehen, lehnt die AGJ aufs Schärfste ab.

Der Aufruf "Rechte der Kinder und Jugendlichen wiederherstellen – Den Zugang und die Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit uneingeschränkt ermöglichen!

Der Kooperationsverbund Offene Kinder- und Jugendarbeit (KV OKJA) ist ein offener bundesweiter Zusammenschluss von öffentlichen und freien Trägern sowie Hochschullehrenden. Er wird durch ein dreiköpfiges Sprecherteam vertreten und durch einen erweiterten Steuerungskreis aus verschiedenen Trägern und Regionen ergänzt. Der Aufruf "Rechte der Kinder und Jugendlichen wiederherstellen – Den Zugang und die Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit uneingeschränkt ermöglichen!" ist von diesem Steuerungskreis diskutiert und verfasst worden. Er berücksichtigt die Erfahrungen der konkreten außerschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den letzten Monaten.

BR: Dramatische Lage in Bayerns Kinder- und Jugendpsychiatrien

[...] "Die Zahl der Notfälle hat seit Wochen enorm zugenommen", sagt Gerd Schulte-Körne, Chef der LMU-Kinder- und Jugendpsychiatrie. Auch seine Klinik ist voll – hier liegen ebenfalls Matratzen auf dem Boden. Die jungen Patientinnen und Patienten erzählten Schulte-Körne, sie hätten wenig Hoffnung für ihre Zukunft. Das hätten sie in der Pandemie gelernt. "Sie wurden nicht gehört, standen nicht im Fokus des Interesses, im Gegenteil. Vieles mussten die jungen Menschen ausbaden", kritisiert der Kinder- und Jugendpsychiater. Wenn ein Kind dann keine Ressourcen habe, keine Unterstützung erfahre, zum Beispiel in der Familie, dann ginge es den Kindern und Jugendlichen wirklich schlecht, so Gerd Schulte-Körne. [...]