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Maßnahmen gegen die Pandemie beeinträchtigen die kindliche Entwicklung empfindlich

Ein Beitrag von Prof. em. Dr. med. Heribert Jürgens

Kinder sind - in der Regel - weder Corona Gefährdete noch Corona Gefährdende. Natürlich sind sie wie wir alle Teil der SARS-CoV-2 Pandemie und nehmen am Infektionsgeschehen teil, sie sind aber nicht die Treiber der Pandemie. Aber sie sind Opfer der Pandemie und vor allem der gegen die Pandemie gerichteten Maßnahmen.

Schließungen von Kitas und Schulen, ebenso wie von Sportstätten, haben weitreichende Folgen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen: Bildungsungleichheit, soziale Ungerechtigkeit, Mangel an Sport und Bewegung, Fehlen sozialer Kontakte. Die Liste der Folgen und Ungerechtigkeiten ist unendlich lang. Kinder sind empfindlich getroffen und betroffen.

Die folgenschweren Kollateralschäden der derzeitigen Schließungen und sonstigen Kinder betreffenden Maßnahmen erfordern eine kritische und strenge ethische Abwägung der Verhältnismäßigkeit und eine wissenschaftlich konkret belegbare und begründete Sinnhaftigkeit. Immer größer wird die Zahl der wissenschaftlichen Untersuchungen, die die Dimension der Beeinträchtigung der kindlichen Entwicklung belegen.

Schließungen von Schulen und Kitas können nur das letzte Mittel sein, wenn alles andere ausgeschöpft ist und sich als wirkungslos erwiesen hat. Also: Vorrecht den Kindern und ihrem Anspruch auf Bildung und Entwicklung. Das Ziel muss sein: Spielplätze auf, Sportplätze auf, Kitas auf, Schulen auf. Ausnahmen bedürfen der stringenten wissenschaftlichen Begründung und Rechtfertigung.

Prof. Dr. med. Heribert Jürgens,
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Prof. em. Dr. med. Heribert Jürgens ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und war bis zum Jahr 2015 Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin - Pädiatrische Hämatologie und Onkologie - Universitätsklinikum Münster (UKM)

Münster, 22.02.2021

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