| #KinderBrauchenSchule - auch in Krisenzeiten

Wissenswertes

Vom 08.02. bis 31.03. haben wir eine Unterschriftenaktion durchgeführt.
Wir werden diese am 09.04. bei einem Gespräch der Schulministerin Frau Gebauer in Düsseldorf übergeben
und allen anderen Adressaten zusenden.

 

Unterschriftenaktion

An Bundeskanzlerin Merkel, Bundes-Familien-Ministerin Giffey, Bundes-Bildungs-Ministerin Karliczek, Bundes-Gesundheits-Minister Spahn sowie die Ministerinnen und Minister der Landesministerien für Bildung, der Landesministerien für Familien und der Landesministerien für Gesundheit

Wir dürfen nicht mehr warten.
Präsenzunterricht auch in angespannten Infektionslagen

Bei realistischer Betrachtung wird uns die jetzige Infektionslage noch lange begleiten. Deshalb ist ein Konzept überfällig, das Präsenzunterricht auch in einer angespannten Infektionslage sichert.

Die Schulen nehmen gesamtgesellschaftlich unter verschiedenen Gesichtspunkten eine überragende Stellung ein. Hierbei ist Präsenzunterricht für die Bildung, die Gesundheit und die soziale wie psychische Entwicklung unserer Kinder alternativlos. Das haben die letzten Monate schmerzlich gezeigt.

  • Wir können nicht auf eine Entspannung der Infektionslage warten. Momentan ist ein verschwindend geringer Anteil der Bevölkerung geimpft (nach vielen Wochen!). Zudem ist unklar, wie lange die Impfung überhaupt vorhält und ob sie gegen etwaige oder bereits bestehende Mutationen wirkt. Eine Entspannung ist also schlicht nicht in Sicht.
  • Präsenzunterricht ist alternativlos. Die letzten Monate haben gezeigt, dass nicht allein die Bildung unserer Kinder auf dem Spiel steht. Schule bietet einen unersetzlichen Raum für den Kontakt und Austausch mit Gleichaltrigen. Zahlreiche Kinder haben daher in den letzten Monaten erhebliche Verletzungen an ihrer Gesundheit und ihrer sozialen und psychischen Entwicklung erlitten. Hierbei sind Kinder aller Schichten und aller Altersgruppen betroffen. Hinsichtlich der Chancengleichheit erleiden zudem besonders diejenigen Kinder uneinholbare Nachteile, die aus sogenannten prekären Verhältnissen stammen.
  • Wir alle sind betroffen. Vordergründig erleiden durch fehlenden Präsenzunterricht derzeit zunächst allein Kinder und Jugendliche dramatische Einschränkungen ihrer Rechte. Diese Nachteile werden jedoch auf längere Sicht nicht allein diese (besonders schutzwürdige!) Gruppe treffen, sondern die gesamte Gesellschaft. Die Kinder erleben seit Monaten soziale Isolation und die fast vollständige Aufhebung jeglicher Mitbestimmung über das eigene Leben. Zu befürchten ist, dass viele von ihnen Schwierigkeiten haben werden, die Werte unserer Gesellschaft mit zu tragen und sie mitzugestalten – sei es aufgrund entwicklungsbedingter Nachteile oder aufgrund fehlender Qualifikation. Wir alle werden schwer an diesen Folgen zu tragen haben.

Es ist Zeit den Schaden zu begrenzen. Daher fordern wir: Stellen Sie Konzepte für Präsenzunterricht bereit. Jetzt.

Wir möchten ausdrücklich klarstellen, dass wir Konzepte für Präsenzunterricht fordern, die einer angespannten Infektionslage Rechnung tragen. Das bedeutet: Konzepte, bei denen Kinder und Lehrkräfte verantwortungsvoll vor Infektionen geschützt werden. Die Entscheidungsträger sind aufgefordert, solche Konzepte bereit zu stellen und diese ausreichend zu finanzieren bzw. personell auszustatten.

Vom 08.02. bis 31.03. haben wir eine Unterschriftenaktion durchgeführt.
Wir werden diese am 09.04. bei einem Gespräch der Schulministerin Frau Gebauer in Düsseldorf übergeben
und allen anderen Adressaten zusenden.