Gesundheitsfolgenabschätzung: Was die Corona-Maßnahmen langfristig für Kinder und Jugendliche bedeuten

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie kosten in jedem Fall gesunde Lebensjahre. Deshalb sind regelmäßige Gesundheitsfolgenabschätzungen essenziell. Nur so können die wesentlichen Wirkungsketten in Bezug auf die gesunde Lebenserwartung und gesundheitliche Ungleichheit dargestellt und quantifiziert werden. Das ist die Grundlage, um die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu minimieren.

John PA Ioannidis über seine Sichtweise der Corona-Pandemie.

mit John PA Ioannidis über seine Sichtweise der Corona-Pandemie. Ein ruhiges sehr nachdenklich machendes Gespräch. Wer Zeit hat, sollte es sich anschauen. (Auszug, ab Min. 24:44) "Schlüsse zu ziehen ist kein Aktivismus. Man muss das richtige Maß an Unsicherheit anbringen. Nehmen wir zum Beispiel das Thema der Lockdowns. Ich würde nie behaupten, dass meine Modelle die Wahrheit zeigen und die vom Imperial College sind falsch. Es bringt am meisten, sich beide anzuschauen und die Notizen zu vergleichen. Es geht aber nicht um Modelle, um Fallzahlen um Covid-19 per se. Wir brauchen einen ganzheitlichen Blick auf die Auswirkungen, auf die Gesundheit, die psychische Gesundheit, die Bildung, auf die Gesellschaft, andere vernachlässigte Krankheiten, Pflege, Hunger, Armut, Arbeitslosigkeit, Menschen die den Verstand verlieren werden, wenn wir damit noch lange weitermachen. Davon bin ich überzeugt. Wenn wir auf das Gesamtbild schauen und nicht nur auf die akademische Debatte zwischen mir und Kollegen, die andere Modelle verwenden und andere Schlüsse ziehen, dann müssen wir vorsichtig sein. Wir müssen uns alle Dimensionen unserer Gesundheit anschauen. Was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Was es bedeutet eine Gesellschaft zu haben. Was es bedeutet eine Welt zu haben, die nicht wirklich zerbricht."

Stellungnahme: Gesundheitsamt Frankfurt zu Schulen und Kitas

"Vor diesem Hintergrund, der zunehmenden Impfrate der vulnerablen Gruppen und nicht zuletzt angesichts der erheblichen Effekte des Lockdown auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder [15, 16] sollte aus unserer Sicht im Herbst 2021 ein normaler Betrieb der Kindergemeinschaftseinrichtungen stattfinden – mit guter Hygiene (Husten- und Niesetikette, Händehygiene) ohne Test- und Maskenpflicht." Auszug aus einem Artikel im Hessischen Ärzteblatt, Ausgabe 7/2021

Studie: Risikofaktoren für Hospitalisierung, Krankheitsschwere und Sterblichkeit bei Kindern und Jugendlichen mit COVID-19

In dem Preprint der Studie heißt es u.a. "Unsere Daten bestätigen frühere Studien, die zeigen, dass SARS-CoV-2-Infektionen bei Kindern in der Regel mild verlaufen und mit einer geringen Rate an Krankenhauseinweisungen und Intensivbehandlungen verbunden sind [11, 12]. Bemerkenswert ist, dass mehr als 50 % der registrierten Kinder und Jugendlichen nicht wegen einer SARS-CoV-2-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert wurden, sondern aus anderen Gründen. In diesen Fällen kann die SARS-CoV-2-Infektion als Zufallsbefund angesehen werden [...]"

Maskenpflicht in DE

Angesichts der abflauenden Corona-Pandemie hat Bundesjustizministerin Christine Lambrecht die Länder aufgefordert, die weitere Fortdauer der Maskenpflicht zu überprüfen. Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki forderte sogar ein komplettes Ende der Maskenpflicht. "Bei einer klaren Inzidenz unter 35 darf der Staat gar keine Grundrechte pauschal für alle Bürger einschränken. In Dänemark wird ab diesem Montag die Pflicht zum Tragen einer Maske für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben. Einzige Ausnahme davon bleibt der öffentliche Nahverkehr - dort aber auch nur, wenn man nicht sitzt.